Tijarafe
Im Westen von La Palma fällt die Landschaft wie eine Rampe
zum Meer hinab, unterbrochen
von tiefen Schluchten. Der Name Tijarafe geht auf einen Kanton der vorspanischen
Ureinwohner zurück.

Da unten ist die Schlucht von Angustias

Blüte einer Bananenstaude. Ein größeres Anbaugebiet ist z.B. im Ortsteil La Punta.

Entlang der überwältigenden Felswand des Barranco de Angustias verläuft die Straße
hinauf in die Gemeinde. Oben angekommen belohnt der Aussichtspunkt El Time die kurvenreiche
Anfahrt mit einem grandiosen Blick über Los Llanos, die Ebenen von Aridane, bis
weit in den Süden der Insel. Ein Zwischenstop auf der Terrasse des Cafés Mirador
El Time gehört wohl zu den obligatorischen Stationen eines La Palma-Urlaubs. Weit
weniger bekannt ist ein weiterer Mirador oberhalb, ganz in der Nähe unserer
Casa Emilia,
der darüber hinaus einen Blick in die
Caldera de Taburiente
gewährt.
Tijarafe und die umliegenden Dörfer des Bezirks zählen etwa 2700 Einwohner. Das
Klima der Region erfordert eine Landwirtschaft der Trockenkulturen: Mispeln, Feigen-
und Mandelbäume, Kaktusfeigen... Und Wein aus Tijarafe hat es mittlerweile zu einem
bestimmten Bekanntheitsgrad gebracht. Nur in einem schmalen Streifen oberhalb der
wilden Steilküste werden auch Bananen und Zitrusfrüchte angebaut.
Die Traditionen und Feste werden in Tijarafe andächtig und ausgelassen begangen.
Neben Weihnachten, Ostern und dem Kreuzfest im Mai, ist besonders das
»Teufelsfest« zu
Ehren der Jungfrau von Candelaria, Anfang September, ein Markenzeichen der Region.
Die Gemeinde mit ihrem Netz aus Wegen und Pfaden, der abwechslungsreichen und zerklüfteten
Landschaft ist ideal für Ausflüge zu Fuß. Eine der interessantesten Wanderungen
führt von Tijarafe aus in die »Piratenbucht«, einem kolossalen Felsüberhang an der
Steilküste, wo unentwegte Palmeros kleine Wochenendhütten in den Fels bauten. Ruhigen
Seegang vorausgesetzt lädt das türkisblaue Wasser hier zu einem Bad in einzigartiger
Atmosphäre ein.
Informationen über die Gegend, seine Kultur und Geschichte findet man in der Casa
del Maestro, wo ein kleines Museum und ein Laden für Kunsthandwerk untergebracht
sind. Die restaurierte ehemalige Schule befindet sich ganz in der Nähe der ebenfalls
sehenswerten Kirche von Candelaria in Tijarafe.
Fotos: el Sur