Zwischen Massentourismus und Tradition
Reiseinformationen Teneriffa - Westen
In beschaulichen Kleinstädten etwas oberhalb lebte man von der Landwirtschaft, bis
auch diese nicht mehr konkurrenzfähig war. Kleine Dörfer an der Küste, wie Los Cristianos,
hatten nichts außer ihren Fisch.
So stellte sich die Situation dar, bis mit dem Bau des Südflughafens und der Autobahn
die Region erstmals in greifbare Nähe rückte. Es folgte ein beispielloser Ausbau
der touristischen Infrastruktur. Heute sind Playa de las Americas und Los Cristianos zu einem Konglomerat von Hotels und Apartmentanlagen auf 16 km Länge verschmolzen.
Es wird nunmehr auf das höherwertige Segment gesetzt: an der Playa de Fañabe entstanden
auf großen Flächen architektonisch verspielte Luxushotels.
Rückt man ein Stückchen von den Hotelzentren ins Landesinnere, findet man ein paar
kleine Ortschaften, Dörfer und Weiler, von denen man in aller Ruhe auf das Treiben
an der Küste hinabblicken kann.

Sonnenuntergang in Taucho (Adeje).
Arona & Adeje
Die Rathäuser dieser beiden Gemeinden sind Hüter über die Touristenzentren des Südens.
Von Las Galletas und Palm-Mar, Los Cristianos und Playa de las Americas bis nach
Playa de Fañabe. Im Hafen von Los Cristianos starten und landen die Fähren nach
Gomera, El Hierro und La Palma. Hier ist auch
Start- und Endpunkt der Promenade, die sich kilometerlang die Küste entlangzieht.
Hier kann man durchaus einen längeren Spaziergang unternehmen. Wie die Ortsnamen
schon erahnen lassen, folgt ein Strand auf den nächsten. Diverse Wassersportaktivitäten
werden angeboten.
Die Hauptorte selbst - ein paar Kilometer von der Küste - sind ruhig und beschaulich
Geblieben. Adeje und seine Ortsteile haben 3300 Einwohner, Arona kommt auf knapp
1000 Seelen.
Sehr bekannt ist die Wanderung durch den Barranco del Infierno bei Adeje. Ein Spaziergang
durch die beeindruckende Schlucht wird gern als "Einsteiger-Tour" bezeichnet. Die
Gemeinde Adeje hält den Wanderweg in Schuss und organisiert auch den Zugang zur
Wanderung, damit man sich dort nicht auf die Füße tritt. Es gibt Öffnungszeiten,
3 Euro Eintritt (2008) und es ist eine Voranmeldung notwendig - vor Ort, oder telefonisch
unter Tel. 922 782885. Mehr Infos (costa-adeje.net).
Essen gehen
-
Antonia Café, c/ Tinerfe El Grande, Esquina Plaza in Adeje. Täglich 19-24 h,
Tel. (+34) 922 710040.
Das ist wirklich mal etwas anderes als das kanarisch, rustikale Einerlei. Sehr leckeres
Essen und eine kreative Küche. Rechtzeitiges Kommen ist empfohlen, oder ein bißchen
Wartezeit mit einem Aperitif in der dazugehörigen Bar verbringen.
Guía de Isora
Als hätte man es von der touristischen Entwicklung drumherum einfach ausgespart,
ist die Gemeinde Guía de Isora sich in vielen Punkten selber treu geblieben. Die
Landwirtschaft bestimmt das Bild, vor allem Bananen und Tomaten werden angebaut.
In den kleinen Küstenorten San Juán und Alcalá widmet man sich diversen Wassersportaktivitäten
und der Sportfischerei.
Im viereinhalbtausend Einwohner zählenden Guía de Isora fühlt man sich der Tradition
verpflichtet: der historischen Identität, Kultur und Architektur. Es ist, als wäre
man in einem ganz normalen spanischen Städtchen angekommen.
Bemerkenswert sind die höher gelegenen Ortsteile wie Aripe oder Chirche, wo sich
eine umfassende Struktur von Bauten aus dem 19. Jahrhundert erhalten hat. Größtenteils
restauriert und wieder hergerichtet schmiegt sich ein hübsches Ensemble an den Hang.
Von hier führt eine Straße schnurstracks hinauf in den
Teide-Nationalpark.
Essen gehen
- Taberna El Escondite, c/ La Entrada No. 15 in Guía de Isora, Täglich 13-23
h
Tel. (+34) 922 852381, www.tabernaelescondite.es
Die von außen recht unscheinbare Kneipe ist in einem restaurierten Altbau untergebracht.
Ordentliche Küche in netter Atmosphäre.

Blick auf Santiago del Teide
Santiago del Teide
Fangen wir mit dem Hauptort der Gemeinde an: Santiago del Teide, das malerisch in
einer Hochebene am Fuß des Teide-Massivs auf immerhin 900 Metern Höhe liegt. Es
ist ein wahrer Durchgangsort mit schönem Ortsbild und guter Infrastruktur. Von hier
gehts in den Inselnorden, das Teno-Gebirge, zum Teide-Nationalpark oder an die Küste
nach Los Gigantes.
Los Gigantes, das ist eine monumentale Steilküste. Eine gigantische Felsformation
zu deren Füßen das Touristenzentrum Puerto de Santiago liegt. Insgesamt geht es
hier deutlich ruhiger zu als in Playa de las Americas. Es gibt einen Sporthafen
und gebadet wird am feinen Sandstrand der Playa de la Arena.

Masca
Teno-Gebirge
Den Nordwest-Zipfel Teneriffas bildet das Teno-Gebirge. Rauhe Gipfel, tiefe Einschnitte.
Eine imposante Kulisse für das Bergdörfchen Masca, das auch von Touristen-Bussen
frequentiert wird. Die wilde Natur behauptet sich aber deutlich gegen die wenigen
Menschlein. Ein Wanderparadies.
Das über 1000 Meter hohe Gebirge ist eine Wetterscheide zwischen
Nord & Süd und hält oft die von Nordosten kommenden Passatwolken ab.